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NÖ Landeslehrer

Arbeitnehmerveranlagung

Allgemeines zur Arbeitnehmerveranlagung:

Ab 1995 erfolgt die Berücksichtigung der Freibeträge im Rahmen einer Arbeitnehmerveranlagung. Ab 2009 gibt es drei unterschiedliche Formulare zur ArbeitnehmerInnenveranlagung (L1, L1k, L1i). Möglicherweise müssen Sie nicht nur eines, sondern mehrere Formulare ausfüllen. Der Antrag kann auch elektronisch eingereicht werden. Dazu können das Formular L1 und allfällige weitere Formulare interaktiv ausgefüllt werden - www.bmf.gv.at/steuern/formulare

Durch die Verpflichtung der Arbeitgeber, bis zum 31. Jänner bzw. 28. Februar die Lohnzettel des vergangenen Kalenderjahres an das Betriebsfinanzamt einzuschicken, ergibt sich bei der Arbeitnehmerveranlagung, dass ein Jahreslohnzettel nicht mehr beizulegen ist (dies gilt auch für die Einkommenssteuererklärung - Formular E1).

Antragsfrist - Arbeitnehmerveranlagung:

Ein Antrag für die Arbeitnehmerveranlagung kann innerhalb von fünf Jahren ab dem Ende des Veranlagungszeitraumes gestellt werden. Ein Antrag für 2017 kann somit spätestens bis 31. Dezember 2022 gestellt werden.

Arbeitnehmerveranlagung / keine Veranlassung:

Keine Veranlassung zur Arbeitnehmerveranlagung besteht, wenn der Dienstnehmer das ganze Jahr über beim gleichen Dienstgeber beschäftigt war und keine Freibeträge auf Grund eines Freibetragsbescheides geltend gemacht worden sind.

Kirchenbeiträge (ab 2012 max. € 400,00) können bei Vorlage der entsprechenden Belege (der Einzahlungsbeleg über das betreffende Jahr muss bis spätestens Ende Dezember des laufenden Jahres bei der bezugsauszahlenden Stelle eingelangt sein) auch beim Arbeitgeber durch eine Aufrollung der Lohnsteuer im Dezember berücksichtigt werden.

Arbeitnehmerveranlagung / Pflichtveranlagung:

Zur Abgabe einer Erklärung zur Durchführung einer Arbeitnehmerveranlagung ist man verpflichtet, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • wenn andere (lohnsteuerpflichtige) Einkünfte erzielt wurden,
  • zumindest zeitweise gleichzeitig bezogene lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen,
  • der Alleinverdienerabsetzbetrag oder der Alleinerzieherabsetzbetrag berücksichtigt wurde, aber die Voraussetzungen nicht vorlagen.

In folgenden Fällen wird daher ab einem bestimmten Stichtag allen Steuerpflichtigen, die bis zu diesem Stichtag keinen Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung oder eine Einkommenssteuererklärung eingereicht haben, eine Erklärung zugesendet:

  • bei Bezug von Krankengeld oder von Bezügen nach dem Heeresgebührengesetz (z.B. Truppen-/Kaderübung),
  • bei Vorliegen eines Freibetragsbescheides für das Veranlagungsjahr und wenn dieser Freibetragsbescheid zu hoch war,
  • bei zeitweise gleichzeitig bezogenen lohnsteuerpflichtigen Einkünften.

In diesen Fällen ist man verpflichtet , eine Veranlagung durchführen zu lassen. Kommt es bei der Arbeitnehmerveranlagung auf Grund mehrerer nicht selbständiger Bezüge zu Steuernachzahlungen, werden vom Finanzamt vierteljährliche Vorauszahlungen vorgeschrieben.

Veranlagung auf Antrag:

Liegen die Voraussetzungen für eine Pflichtveranlagung nicht vor, kann eine Veranlagung beantragt werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, Freibeträge (Sonderausgaben, Werbungskosten und außergewöhnliche Belastungen) sowie Absetzbeträge geltend zu machen.

Genaue und detaillierte Informationen erteilen die Mitarbeiter des zuständigen Wohnsitzfinanzamtes. Sonstige Erläuterungen entnehmen Sie dem Steuerbuch ("Tipps für Lohnsteuerzahlerinnen und Lohnsteuerzahler"). Die Broschüre finden Sie im Internet unter www.bmf.gv.at (Steuern, Leitfaden zur Lohnsteuer).

 

 

Stand: Februar 2018